Zu letzt bearbeitet am: 2008-09-15 21:01:23
Golfschlägerberatung
Auf dem Golf-Universum müssen Sie nicht auf gute Beratung beim Thema Golfschlägern verzichten. Die Golfschlägerberatung versucht, Sie bei der Auswahl eines Artikels zu unterstützen, damit Sie mit Ihrem Kauf zufrieden sind. Das Golf-Universum informiert Sie auf dieser Seite über wichtige Eigenschaften eines Golfschlägers und den für die Kaufentscheidung wesentlichen Kriterien, damit Sie am Ende den passenden Golfschläger haben.
Bei den ganzen Marken wie Callaway, Mizuno, Taylor Made, Ping, Titleist,… stellt man sich beim Kauf eines Golfschlägers oft die Frage „Welcher ist der beste?“. Generell kann man sagen es gibt keinen schlechten oder guten Schläger und diese Frage wird Ihnen hier auch nicht beantwortet. Das Golf-Universum geht hier der Frage auf den Grund: „Welcher ist der richtige Schläger für mich?“
Um Ihnen die Frage „Welcher ist der richtige Schläger für mich?“ beantworten zu können, müssen wir allerdings Gegenfragen stellen. Für alle Schlägerarten (außer Putter) lautet die wichtigste, die nach Ihrer Schwunggeschwindigkeit. Danach können wir Ihnen nämlich schon die Frage nach dem richtigen Schaft beantworten. Ein langsamer Schwung erfordert einen weichen Schaft. Ein weicher Schaft erzeugt durch seine Flexibilität während des Schwunges einen „Peitscheffekt“, durch den sich die Schlägerkopfgeschwindigkeit im Treffmoment erhöht und so für einen höheren und längeren Ballflug sorgt. Bei einem schnell Schwung dagegen sollte der Schaft steifer sein. Denn bei einem schnellen Schwung würde ein weicher Schaft die Kontrolle über den Ball erschweren. Die Steifheit des Schaftes nennt man Flex. Man unterscheidet zwischen folgenden Flexe:
- „Ladies“ (L): Sehr weicher Schaft; außerdem etwas kürzer als andere Schäfte
- „Senior“, auch „Light“ oder „Lite“ (M oder A): Weicher Schaft
- „Regular“ ®: mittelsteifer Schaft
- „Stiff“ (S): steifer Schaft
- „Extra Stiff“ (X): sehr steifer Schaft
Zugegeben diese von der Industrie verwendeten Bezeichnungen sind verwirrend und können zur Fehlentscheidung führen, denn für die Flex-Wahl ist weder Alter noch Geschlecht entscheidend. Entscheidend ist die Schwunggeschwindigkeit! Eine schnell schwingende und große Frau ist genauso wenig Mann, wenn Sie einen „Senior“- statt einen „Ladies“-Schaft spielt wie ein kleiner Mann, der nicht schnell schwingt keine Frau ist wenn er mit einem „Ladies“-Schaft schlägt. Oft spielen Jungs, die den Kinderschlägern entwachsen sind mit Damenschäfte.
Zurecht stellen Sie jetzt sicher die Frage „Woher weiß ich meine Schwunggeschwindigkeit, um den erforderlichen Flex zu ermitteln?“ Am besten finden Sie dies mit Ihrem Pro heraus. Dieser hat sicherlich das erforderliche Messgerät um mit Ihnen die richtige Wahl zu treffen.
Man kann seinen für sich passenden Flex aber auch selbst ermitteln, indem Sie Ihre Schlagweite mit einem bestimmten Golfschläger (z.B. Eisen 7) verwenden. Es zählt dann der sogenannte „Carry“, die Entfernung, die der Ball in der Luft zurück legt (von Schlag – bis Auftreffpunkt). Bedingung für ein brauchbares Messergebnis ist, dass Sie den Golfball bei vollem Schwung gut treffen. Wenn der Carry mit dem Eisen 7 weniger als 90 Meter ist, ist der Ladies Flex angemessen, liegt er zwischen 90 und 110 Metern, empfiehlt sich ein Senior Flex. Längen zwischen 110 und 140 Metern verlangen einen Regular Flex, und ab 140 Meter Carry mit dem Eisen 7 kann man den Stiff Flex wagen. Nur für extrem Schnell schwingende Golfer empfiehlt sich ein stiff. Daher spielt dieser im Amateurgolf eher selten eine Rolle.
Nächste Frage: Ein Graphit- oder Stahlschaft? Die meisten Herren und fast alle Damen sind mit einem Graphitschaft bestens bedient, da ein Graphitschaft relativ mehr Gewichtin den Schlägerkopf verlagert und macht den Schläger insgesamt leichter und ist deshalb besser zu beschleunigen: mit Graphitschaft schlägt man etwas weiter als mit Stahlschaft. Graphit ist zwar teurer und empfindlicher als Stahl, ist aber auch leichter. Schnell schwingende, kräftige Herren schätzen einen Stahlschaft, da man mit diesem eine höhere Verwindungsfestigkeit und daraus folgende eine besserer Kontrolle hat. Teilweise auch Proetten aber fast ausschließlich alle männlichen Pros spielen Stahl (zunehmend auch Graphit). Stahlschäfte gibt es heute nur noch ab Regular Flex.
Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Schaftmaterials der Golfschläger ist auch der Loft. Dies ist die Schrägstellung der Schlagfläche am Schlägerkopf. Der Driver hat das geringste Loft aller Schläger – die Neigung liegt zwischen sechs und zwölf Grad. Das stärkste Loft hat ein Wedge – zwischen 40-65 Grad. Die Schrägstellung dient dazu, den Ball anzuheben. Dadurch ist es überhaupt erst möglich, den Ball fliegen zu lassen. Ein starkes Loft veranlasst einen steileren, aber auch kürzeren Flug. Oft wählen Spieler, die für Eisen und Hölzer Graphit bevorzugen bei Wedges Stahl, da im kurzen Spiel Länge nicht so entscheidend ist wie Genauigkeit. Widerrum spielen Golfer die mit Stahlschaft-Eisen spielen, häufig Graphit-Hölzer, um bei den niedrigen Lofts eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erreichen. Man sieht nur vereinzelnd auf der Tour und bei Amateuren fast gar nicht mehr Driver mit Stahlschäften.
Die Auswahl des Schaftmaterials können Sie also ganz gut selbst erledigen. Der Weg zum Fachmann ist ratsam, wenn aufgrund Ihrer Körpergröße oder Armlänge der Lie-Winkel (der Winkel zwischen Schlägerkopf und Schaft) und/oder die Schaftlänge angepaßt werden müssen. Ob das notwendig ist, finden Sie heraus wenn Sie sich mit Ihren Golfschuhen (oder ähnlichen) aufrecht hinstellen und die Arme locker und herunterhängen lassen. Lassen Sie jemanden die Entfernung von Ihrer Handwurzel bis zum Boden messen. Liegt diese zwischen 85 und 89 cm, werden Sie mit den Standardmaßen gut zurecht kommen. Bei Längen außerhalb dieser Bandbreite sollten Sie Ihren Pro oder einen unserer Schlägerexperten befragen.
Das zweite und noch wichtigere Bestimmungsmerkmal für einen Golfschläger ist der Neigungswinkel der Schlagfläche in Grad, sein Loft. Jede Schlägerkategorie hat ihre eigene Bandbreite bzgl. des Loftwinkels:
- Driver: 6,5 – 15°
- Fairwayhölzer: 13 – 25°
- Hybrids: 17 – 32°
- Eisen: 17° (Eisen 1) – 44° (Eisen 9)
- Wedges: 46° (Pitching Wedge) – 64° (starkes Lob Wedge)
- Putter: minimalen Loft im niedrigen einstelligen Bereich
Gut zu erkennen ist, dass man für viele Lofts zwischen zwei oder gar drei Kategorien wählen kann, da sich die Loftbandbreiten überschneiden bzw. Die entscheidende Rolle spielt auch hier bei der Auswahl des Lofts innerhalb der Kategorien die individuelle Schwunggeschwindigkeit des Golfers.
Es gibt zu jeder Schwunggeschwindigkeit innerhalb jeder Schlägerkategorie eine Loftgrenze, die nicht unterschritten werden sollte. Jeder Ball muss, um weit zu fliegen, erst einmal an Höhe gewinnen. Es gilt ganz einfach, je höher die Schlägerkopfgeschwindigkeit mit der, der Ball getroffen wird, desto höher und weiter fliegt der Ball. Dies zu verstehen ist außerordentlich wichtig, weil ein Golfer mit diesem Verständnis seine Loftgrenze innerhalb der Schlägerkategorie ermitteln kann.
Ein durchschnittlich schnell schwingender Golfer schlägt der mit einem 8°-Driver weniger weit als mit einem 11°-Driver. Die Erklärung ist einfach, da dieser Spieler einfach nicht die Schwunggeschwindigkeit erreicht, die nötig ist, um den Ball mit 8° genügend hoch und weit zu schlagen. Daher wird er auch mit einem Eisen 4 (ca. 25° Loft), um ein weiteres Beispiel zu nennen, weiter und höher als mit einem Eisen 2 (ca. 19°) schlagen.
Abhängigkeit Schaft – Loft: desto länger der Schaft, je niedriger ist der Loft. Das heißt der eines Holzes 5 ist länger als der eines Holzes 7, und der eines Eisens 3 länger als der eines Eisens 4. Wichtig für die Schlägerwahl ist zudem folgendes: die Schäfte von Hölzern sind länger als die von Eisen gleichen Lofts. Zwei Schläger (Eisen und Holz) können zwar den gleichen Loft haben, der Schaft und damit der Schwungradius des Holzes ist jedoch ca. zwei Zoll länger. Folge ist, dass das Holz eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit erreichen wird und daher den Ball etwas weiter fliegen lässt als bei gleich kräftig geschwungenem Eisen.
Für einen durchschnittlich schell schwingenden Herrn ergibt sich daher folgendes
Schläger-Set:: 11 oder 12° Driver, Fairwayhölzer 4 und 7 (16,5 und 21°), Hybrids mit 23 und 26°, Eisen 5 – 9 (28 – 44°), drei Wedges und natürlich der Putter. Damit wäre die maximal erlaubte Anzahl von 14 Schlägern im Bag. Für eine durchschnittlich schnell schwingende Dame könnte das richtige Set folgendermaßen aussehen: 15°-Driver, Fairwayholz 5 und 9 (18 und 23° Loft), Hybrids mit 26 und 29° Loft, Eisen 6 – 9 (32 – 44°), Wedges und Putter.
Ein Einsteiger-Set wird meist folgt zusammengestellt: Eisen 6-9, zwei Wedges, Putter und für die größeren Distanzen zunächst nur ein Hybrid mit 23 oder 26°. Mit Lernfortschritt kann das Set dann entsprechend komplettiert werden.
Bei allen Schlägerarten giltm dass die Nummerierung der Schläger die unterschiedlichen Schlägerhersteller nicht gleich handhaben. Achten Sie deshalb bitte jeweils auf die Angaben zum Loft in Grad. Wenn Sie beispielsweise ein Eisen 3 ersetzen möchten, stellen Sie fest, wieviel Grad Loft es hat. Meist erfahren Sie das auf der Website des Herstellers.
Die Frage nach der Wahl des Drivers ist für Anfänger leicht beantwortet: Er braucht nämlich zunächst gar keinen, denn es ist ein eher schwierig zu handhabendes Werkzeug. Als Fortgeschrittener werden Sie natürlich nicht auf ihn verzichten wollen. Bei Drivern sollten Sie (beim Driver noch wichtiger als bei anderen Schlägern) folgendes beachten:
- Zuerst ein Irrtum, der den Loft betrifft und Ihre Driverwahl beeinflussen sollte: Viele denken, je steiler der Loft desto weiter fliegt der Ball. Doch das ist falsch, denn um weit zu fliegen, muss der Ball erst einmal an Höhe gewinnen, und das gelingt nur, wenn Sie einen Loft wählen, der zu Ihrer Schwunggeschwindigkeit passt (siehe oben). Je geringer Ihre Schwunggeschwindigkeit ist, desto größer sollte der Loftwinkel des Drivers sein. Man kann mit dem wissen des richtigen Schaftes (siehe oben) folgernd den richtigen Loft ermittel: „Ladies“-Schaft Driver Loft ca. 15°; Seniorenschaft Driver Loft 13°; Regular Flex Driver Loft von 10,5 – 12°; schnell schwingender „stiff“ Driver Lofts unter 10.5°. Tourspieler benutzen oft Lofts von über 10°.
- Man sollte einen Driver mit einem großen Schlägerkopf wählen (460 cm³ Schlägerkopfvolumen max. erlaubt). Für die große Mehrheit der Freizeitgolfer ist das durchaus auch sinnvoll, denn große Köpfe erlauben dem Schlägerkonstrukteur zweierlei 1) große Schlägerfläche mit großem „Sweetspot“ (hiermit sollte der Ball getroffen werden) 2) optimale Verteilung der Gewichte im Schlägerkopf (möglichst weit unten, hinten und außen). Dies sind angenehme Eigenschaften, die zur Vereinfachung des Spiels führen: Tiefliegnde Gewichte sorgen, dass der Ball schnell an Höhe gewinnt und ein großer Sweetspot sowie optimal platzierte Gewichte sorgen dafür, dass auch nicht optimal getroffene Bälle deutlich gerader und weiter fliegen als bei einem Driver mit kleinem Kopf. (Selbst Toruspieler verwenden zunehmend große Schlägerköpfe)
- Offset: Für sehr langsam schwingende Spieler ist ein Driver mit Offset erforderlich, Dies bedeutet, dass der Schlägerkopf etwas zurückgesetzt ist, sodass die Schlägerfläche nicht mit dem Schaft abschließt, sondern dahinter liegt (reduziert den Slice).
Folgende Driver empfiehlt Ihnen das Golf-Universum:
Für Freizeitgolfer (leicht Spielbar mit großem Schlägerkopf):
Herren:
Callaway Herren Driver FT-i, Draw, 13°
Callaway Herren Driver HyperX
Cleveland Herren Driver XLS
TaylorMade Herren Driver Tour Burner
TaylorMade Herren Driver R7 CGB Max, Flex R
Damen:
Callaway Damen Driver FT-i, Draw, 13°
Cleveland Damen Driver Hibore XL
Callaway
Damen Driver HyperX
Callaway Damen Driver Big Bertha 460, 13°
TaylorMade Damen Driver Burner
TaylorMade Damen Driver R7 CGB Max
Für Fortgeschrittene:
Callaway Herren Driver FT-i, Draw, 11°
6.3 Fairwayhölzer
Fairwayhölzer können vielseitig eingesetzt werden. Für Abschläge, wenn der Driver zu lange wäre und für große Distanzen auf dem Fairway. Zudem ersetzen die bei vielen Golfernmit einem langsamen Schwung die langen Eisen, da Fairwayhölzer einfacher zu spielen sind. Zum Beispiel ersetzt ein Holz 7 ein Eisen 3 oder das Holz 9 das Eisen 4. Die Schäfte der Hölzer sind etwas länger als die der Eisen mit demselben Loft. So erhält man mit deinem Holz eine höhere Schwunggeschwindigkeit und dadurch einen längeren Ballflug.
Man kann sagen, dass bei den Fairwayhölzern dasselbe gilt, wie bei den Driver: wählen Sie keine zu steilen Lofts (sie erfordern dann eine hohe Schwunggeschwindigkeit – ist dadurch für die Mehrzahl der Freizeitgolfer weniger geeignet). Schläge mit einem Holz 5 (ca. 18°) oder 7 (ca. 21°) werden in der Regel kontrollierter und präziser, meistens auch weiter als mit einem Holz 3 (ca. 15°). Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass die Schlagfläche breit und flach ist. Hohe Schlagflächen dagegen ermöglichen einem sehr guten Golfer zwar bessere Kontrolle über den Ballflug, sind jedoch schwerer zu spielen.
Fairwayhölzer sind bei allen großen Herstellern im Programm. Jedoch haben gerade Hersteller wie Callaway, Cobra, Nike, Ping und TaylorMade ein besonders vielfältiges Angebot auch für noch nicht so weit fortgeschrittene Amateure.
Folgende Fairwayhölzer empfiehlt das Golf-Universum:
Fairwayhölzer die leicht zu spielen sind und sich somit für den Normalspieler empfehlen:
Herren:
Cobra Herren Fairwayholz Speed M”
Callaway Herren Fairwayholz FT-i Squareway
TaylorMade Herren Fairwayholz R7 CGB Max
TaylorMade Herren Fairwayholz Burner
Damen:
Callaway Damen Fairwayholz FT-i Squareway
TaylorMade Damen Fairwayholz R7 CGB Max
TaylorMade Damen Fairwayholz Burner
Sehr gute, anspruchsvollere, nicht ganz so leicht zu spielende Fairwayhölzer sind:
Callaway Herren Fairwayholz X-Serie
Callaway Damen Fairwayholz X-Serie
In den letzten Jahren wurden die so genannten Rescues, auch Utilities oder Hybrids genannt, immer beliebter. Man kann sagen sie sind ein Zwischending zwischen Fairwayholz und langen Eisen.: Die Schlägerköpfe sind fast so groß wie die der Hölzer, die Schaftlängen und Loft entsprechen aber meist denen der Eisen. Rescues sind zudem deutlich einfacher zu spielen als ein entsprechendes Eisen. Sie finden sich auch in vielen Bags von Tour-Pros, da sie den Ball höher und weiter fliegen lassen und den Schlag aus dem Semirough erleichtern.
Einfach zu spielende Rescues:
Herren
Cleveland Herren Hybrid XLS
TaylorMade Herren Rescue Burner
Damen:
Cleveland Damen Hibore Hybrid
TaylorMade Damen Rescue Burner
TaylorMade Damen Rescue R7 CGB Max
Schwerer zu spielende Rescues die dafür aber perfektes Gefühl und Rückkoppelung bieten:
Callaway Herren Hybrid FT
6.5 Eisen
Wie bei den anderen Golfschlägern gibt es heute von fast allen renommierten Schlägerherstellern außerordentlich komfortable und leicht zu spielende Eisen. Also machen Sie sich das Leben hier nicht unnötig schwer. Die meisten neuen Eisen weisen folgende Merkmale auf:
- Aus dem Grund, dass Ihnen der Schläger verzeihen soll, wenn Sie den Ball nicht ganz mittig treffen und der er trotzdem weit und gerade fliegt, sind die Schlagflächen groß und die Gewichte im Schlägerkopf weit unten, hinten und seitlich angeordnet (wie bei den Drivern).
- Um einen fetten Schlag (man trifft zuerst den Boden und dann den Ball) zu vermeiden, haben auch die langen Eisen eine breite Sohle. Das erleichtert auch das Spiel aus dem Rough
- Um den Slice insbesondere bei den längeren Eisen zu vermeiden, haben die Schlagflächen Offset. Das heißt sie ind etwas zurückgesetzt.
Bei besonders aufwendig konstruierte Schläger, werden zur optimalen Gewichtsverteilung im Schlägerkopf unterschiedliche Materialien verwendet (in der Sohle schere Wolfram, oben Graphit oder Karbon.
Folgende Schläger weisen eine solche Verarbeitung auf:
Herren
Callaway Herren Eisensatz FT-i-Brid
TaylorMade Herren Eisensatz R7 CGB Max
Mizuno Herren Eisensatz MX-950
Cobra Herren Eisensatz FP
Damen
Callaway Damen Eisensatz FT-i-Brid
TaylorMade Damen Eisensatz R7 CGB Max
Leicht spielbar, dennoch weniger aufwenidge und dadurch preisgünstigere
Eisen sind:
Herren
Cleveland Herren Hibore Eisen, silber
Callaway Herren Eisensatz X-20
Callaway Herren Eisensatz Big Bertha
TaylorMade Herren Eisensatz Burner XD
Damen
Cleveland Damen Hibore-Eisen, silber
Schläger bei denen nicht die Fehlerverzeihung, sondern Kontrolle, Gefühl und Rükkopplung im Fordergund stehen werden meist von fortgeschrittenen Spielern mit hoher Schwunggeschwindigkeit verlangt. Erreicht wird dies durch kleinere Schlagflächen, gleichmäßige Gewichtsverteilung im Schlägerkopf, Verwendung von weicherem Spezialstahl oder anderen Produktionsverfahren wie schmieden statt gießen. Spieler mit einstelligen Handicap verwenden daher häufig so genannte Blades oder Muscle Backs, deren Schlagköpfe kleine Schlagflächen und fast glatte Rückseiten aufweisen sowie schmale Sohlen und Toplines. Vor allem Titleist, Nike, Mizuno, Bridgestone, Cleveland und TaylorMade sind Anbieter solcher Schläger.
Besonders gute Eisen sind hier:
Mizuno Herren Eisensatz MP-57
TaylorMade Herren Eisensatz Burner Tour
Eisen eines klassischen Eisensatzes haben beim Lof 4°-Sprünge bei den kurzen und 3°-Sprünge bei den langen Eisen. Folgend setzt sich dies bei sportliches Eisen, z. B. Blades zusammen.
- Pitching Wedge: 48°
- Eisen 9: 44°
- Eisen 8: 40°
- Eisen 7: 36°
- Eisen 6: 32°
- Eisen 5: 28°
- Eisen 4: 25°
- Eisen 3: 22°
- Eisen 2: 19°
- Eisen 1: 16°
Bei den Eisen für den Freizeitgolfer sind die Hersteller in den letzten Jahren zu niedrigeren Lofts übergegangen, z. B. 40° für ein Eisen 9, 33° für ein Eisen 7, 25° für ein Eisen 5. Wenn Sie als mit Ihrem aktuellen Eisen 5 weiter schlagen als mit einem neuen Testschläger, kann das daran liegen, dass der Loft der neuen Schläger einfach 3° niedriger ist als bei den alten.
Immer wieder kommt die Frage auf: „Wie viele Eisen benötige ich denn überhaupt?“. Dies liegt grundsätzlich wieder einmal von Ihrer Schwunggeschwindigkeit ab. Je geringer sie ist, deto mehr Eisen lange Eisen sollten Sie durch Hybridschläger ersetzen. Selbst in den Bags von Profis taucht das Eisen 1 überhaupt nicht mehr und das Eisen 2 nur noch sehr selten auf, weil es sehr schwer zu spielen ist, also sind diese Schläger für einen Freizeitgolfer generell Bedeutungslos. Ein Eisen 2 ist empfehlenswert, wenn Sie mit diesem mindestens 180 Meter Carry schlagen, mit einem Eisen 4 sollten Sie 160m und einem Eisen 5, 150 Meter Schlagen. Wenn Sie diese Länge nicht erreichen, sind Sie mit einem Hybrid besser bedient.
Das sind die „kurzen“ Esen mit Lofts von 48° aufwärts. Wedges werden für das kurze Spiel verwendet, also hauptsächlich für Schläge aus geringer Distanz aufs Grün. In den meisten Bags ist ein Pitching Wedge (PW) und ein Sandwedge (SW), welche auch in jedem Satz enthalten sind. Das PW eignet sich für Annäherungsschläge und das SW eignet sich besonders für die Schläge aus dem Bunker oder aus hohem Rough. Daneben gibt es das Gap Wedge (52°), welches die Lücke zwischen SW (ca. 56°) und PW (ca. 48°) schließt und das Lobwedge (ca. 60°), mit dem aus kurzer Distanz hohe Hindernisse überspielt werden können. Je größer der Loft, desto kürzer die Schlagweite, desto steiler der Abflugwinkel und desto höher der Ballflug. Eine weitere zentrale Rolle bei Wedges spielt neben dem der Bounce-Winkel eine zentrale Rolle. Dies ist der Winkel zwischen Schlägersohle und Boden. Ein niedriger Bounce: geeignet für Schläge vom Fairway; hoher Bounce: für Schläge auf weichem Untergrund (Sand, Rough). Ein Wedge sollte möglichst mit volem Schwung geschlagen werden, so dass der Ball beim Auftreffen auf dem Grün kaum mehr rollt. Da sie beim Schlag auf das Grün jeweils den Schläger benötigen, der exakt zur Distanz und zum Schwung passt haben sehr gute Spieler oft drei, häufig sogar vier Wedges im Bag. Die größte Vielfalt an Wedges bieten Cleveland und die Marke Vokey von Titleist.
Neue Wedges, 2008 auf dem Markt gekommen sind:
Callaway Herren X-Forged Chrome Wedge
Callaway Wedge X-Forged Vintage
Cleveland Wedge CG 14 Black Pearl
Cleveland Wedge CG 12 Black Pearl
Mizuno Wedge MX-Serie
6.7 Putter
Der wichtigste Schläger überhaupt ist der Putter. 40% aller Schläge erfolgen mit dem Putter und das über alle Spielstärken hinweg, vom Pro bis zum Einsteiger. Der Putter ist oft spielentscheidend, denn ein Putt zählt genauso ein Schlag wie ein 200m langer Drive. Bei keinem anderen Schlag wird das Üben so belohnt wie beim Putt. Der Putt ist (neben dem Chip) der einzige Schlag, bei dem der Amateur die Chance hat, sehr nah an den Pro heranzukommen. Beim Putt setzt die Physis dem Freizeitgolfer keine Grenzen, denn es geht allein um die trainierbare Geschicklichkeit und Routine. Grundsätzliche Entscheidungshilfen kann man bei Putter kaum geben. Sie sollten selbst überlegen, was der Putter haben sollte (Markierung für die Schlagrichtung, Mallet-Form oder eine der vielfältigen großvolumigen Schlägerkopfformen, Offset, Sollte es ein gerader Schaft ohne Offset sein, und soll er an der Ferse (heel-shafted) oder in der Mitte (center-shafted) des Schlägerkopfes montiert sein, Schaftlänge). Das vielfältigste Angebot an Puttern und die größte Verbreitung bei Tour Pros haben die Marken Odyssey (Callaway) und Scotty Cameron (Titleist).
2008 sind folgende Modelle auf den Markt gekommen:
Taylormade
Putter: Rossa Putter Monza Spider
Odyssey Putter White Hot Tour Rossie
Titleist Putter Scotty Cameron Detour
Ping Putter
B60