Zu letzt bearbeitet am: 2008-09-15 20:48:54
Der Golfplatz
Golf wird auf einem Golfplatz gespielt. Ein Golfplatz ist ein Arenal in der Natur, welches in der Regel
aus 18 Spielbahnen
(ugs. Löcher) besteht. Jedes Loch besteht aus den Grundelementen Abschlag, Fairway, Rough und einem Grün mit
Loch. Außerdem befinden sich auf dem Weg von Abschlag zum Grün Hindernisse wie
Bunker,
Teiche oder Wasserläufe.
Ein Golfplatz wird von einem Golfarchitekten geplant und von einem Golfclub oder einer kommerziellen Betreibergesellschaft geführt. Da die Pflege eines Golfplatzes sehr aufwändig ist, pflegen
Greenkeeper mit einer Reihe von Spezialmaschinen den Platz. Das ist auch der Grund, warum sich die jährlichen Pflegekosten einer Anlage zwischen 300.000 und 900.000 Euro belaufen.
Golfplätze sind meist nur ein Teil einer Golfanlage, welche meist aus folgenden Einrichtungen besteht:
- Den Übungsbereich zu dem die Driving Range, das Chipping Grün und das Putting Grün gehört
- Dem Clubhaus
- Dem Caddie-Raum und den Gebäuden für die Greenkeeper, in denen ihre Gerätschaften stehen.
- Dem Parkplatz für Kraftfahrzeuge.
Laut einer Statistik gibt es weltweit rund 32.000 Golfplätze wovon sich jedoch die meisten in Nordamerika befinden. Es gibt allein in den USA und Kanada über 19.100 Golfplätze, in Japan rund 2440 Plätze und in Australien 1800. In Europa finden sich die meisten Golfplätze in England (1900), Deutschland (650) und Schottland (580). Danach folgen Frankreich (540), Schweden (440), Irland (400), Österreich (140) und die Schweiz mit knapp 90 Golfplätzen.
Das Clubhaus und die Gaststätte sind das so genannte 19. Loch einer Golfanlage. Hier sitzt man sich gemütlich nach einer Golfrunde
oder Turnieren zusammen.
Außerdem befindet sich im Clubhaus das Sekretariat, um zum Beispiel Rangefee oder
Greenfee zu
bezahlen, die Sanitären Anlagen mit Duschen und der Pro-Shop.
Der Abschlag ist der Anfang einer Golfbahn. Im englischen wird dieser Bereich auch ‘tee’ oder ‘tee box’ genannt. Der Abschlag ist auf einer leicht erhöhten Grasfläche, auf der es eine Abschlagsmarkierung gibt. Innerhalb dieser
Markierung (oder zwei Schlägerlängen dahinter) muss der Ball abgeschlagen werden. Nur zum abschlagen in diesem Bereich darf ein kleiner Stift, das
so genannte Tee verwendet werden, um den Ball zu erhöhen. Der Ball wird somit
volley getroffen, so dass längere Schläge möglich werden. In der Regel haben die Golfplätze vier verschiedene Abschläge. Den Damenabschlag (rot), den Damenabschlag Turnier, den Herrenabschlag (gelb) und Herrenabschlag Turnier. Turnierabschläge sind
dabei weiter vom grün entfernt als die normalen Abschläge. Jedoch ist es bei
den Turnierabschlägen genauso wie bei den normalen Abschlägen, dass die Herren
vom Grün weiter entfernt schlagen, als die Damen.
Beim Abschlagen des Balls entstehen häufig Schäden auf der Abschlagfläche. Es springen so genannte
Divots aus der Rasenfläche.
Die herausgeschlagenen Rasenstücke sollen, anders als auf dem Fairway, nicht zurückgelegt werden, da der nächste Spieler bei seinem Abschlag sonst
wegrutschen könnte. Die Abschlagsmarkierungen werden innerhalb der Abschlagsfläche regelmäß versetzt, um die Fläche gleichmäßig zu belasten.
Grashöhe: zwischen 5 und 10mm
Der Fairway ist der Bereich zwischen Abschlag und Grün und nimmt somit den größten Raum ein. Ein Fairway ist kurz gemäht und kann gelegentlich durch Hindernisse wie zum Beispiel
Bunker, Teiche, Rough-Flächen oder anderen Elementen unterbrochen
werden. Diese Hindernisse müssen überspielt oder umsielt werden. Die Fläche zwischen
Rough und Fairway word Semirough genannt. Diese Bereiche werden zwar regelmäßig gemäht, das Gras steht jedoch höher als auf dem Fairway und somit ist es
von hieraus schwer herauszuschlagen.
Grashöhe: zwischen 8 und 12mm
Als Rough, was das Raue heißt, werden die Teile eines Golfplatzes bezeichnet, die zwischen
Semirough und Ausgrenze oder zwischen zwei Spielbahnen liegen. Das Rough wird selten gemäht und ist
daher sehr hoch mir Gras bewachsen.
Je nach Art des Rough kann es sehr schwer bis unmöglich sein einen dorthin geschlagenen Ball
wieder zu finden beziehungsweise ihn dannherauszuschlagen. Da die Golfregeln bis zu fünf Minuten Suchzeit erlauben, verzögert das spielen ins Rough oft das
Spieltempo und da die meisten Spieler mehrmals pro Runde von der Spielbahn abkommen, kann üppiges Rough das Spieltempo enorm verlangsamen.
Wenn Sie sich über den Fairway gespielt und durch das Rough gequält haben, ist es ihr Ziel auf dem Grün (engl. Green) mit Ihrem Ball zu gelangen
um von dort einzulochen. Hier wird der Ball mit dem
Putter über das Grün in Richtung
Loch
geputted.
Das Grün wird im Sommer täglich geschnitten und gewässert, im Winter wird es bei Frost gesperrt, da sonst Schäden auftreten können. In diesem Fall werden manchmal Ersatzgrüns, die
so genannten Wintergrüns, auf dem Fairway angelegt.
Um das Spiel auf dem Grün zu erschweren, ist ein Grün nicht immer eben sondern hat
so genannte Breaks eingebaut. Der Ball rollt nicht geradeaus sondern wird durch die
Breaks abgelenkt und verändert seine Geschwindigkeit und Richtung. Dementsprechend muss man vor jedem Putt das
Grün lesen, um seine
Schlagtechnik auf das Grün einzustimmen. Dabei lassen sich Profi-Spieler
oft von ihren Caddies helfen, da das lesen des Grüns sehr
schwierig ist.
Der Übergang vom Grün zum Fairway oder Rough wird als Vorgrün (engl. Semigreen) bezeichnet. Das Gras steht hier etwas höher als auf dem Grün, dennoch kann man in aller Regel den Ball noch putten.
Grüns sind aufgrund des extrem kurzen und gleichmäßigen Schnitts die empfindlichsten und wegen der Pflege auch die teuersten Teile eines Golfplatzes. Aus diesem Grund sind die Golfspieler zur besonderen Schonung des Grüns angehalten. Beschädigungen durch einen Ball sollten von jedem Spieler mit Hilfe einer
Pitchgabel ausgebessert werden.
Grashöhe: bei Profi-Turnieren zwischen 2,5 und 3,2 mm, im Alltagsbetrieb können es auch 4 mm sein
Bei der Driving Rage handelt es sich um eine große Wiese, auf der Fairway- oder Abschläge geübt werden. Diese Rasenfläche ist mindestens 130m lang. Die Abschlagsplätze sind nebeneinander
aufgereih und unterscheidet in Grasabschlägen und Mattenabschlägen.
Die auf der Übungswiese liegenden Bälle werden durch eine Ballsammelmaschine eingesammelt, um wieder
den Ballautomaten zu befüllen. Die Mitnahme oder das Spielen mit Rangebällen auf dem Golfplatz ist verboten und wird oft mit
einem Platzverbot bestraft.
Das von einem Golfspieler zu entrichtende Entgelt, wenn er auf einem fremden Golfplatz spielen möchte, ist das Greenfee (wörtlich aus dem engl. Grundgebühr).
Das Greenfee dient zur Deckung der Betriebskosten einer Golfanlage. Der verlangte Betrag ist abhängig von verschiedenen Faktoren,
wie in erster Linie dem Pflegezustand und der Qualität des Platzes. Das Greenfee kann von Platz zu Platz variieren. Zu
Stoßzeiten wird normalerweise ein Aufschlag
verlangt. Im folgenden können Sie die durchschnittlichen Greenfee Preise in
verschiedenen Regionen sehen.
- Das durchschnittliche Greenfee im mittleren Osten beträgt 80 Euro unter der Woche und 97 Euro am Wochenende.
- In Südafrika nur 15/16 Euro.
- In Europa steigen die Greenfees von Ost (35/46 Euro) nach West (51/58 Euro), sowie von Nord (38/43 Euro) nach Süd (45/54 Euro).
Um Betrüger abzuschrecken wird mit der Greenfee oft ein so genanntes Greenfee-Tag ausgehändigt, also eine Art Quittung, welche regelmäßig auf dem Platz kontrolliert wird. Wenn Sie in dem Club, zu dem der Platz gehört Mitglied sind, müssen Sie kein Greenfee bezahlen.
Die Rangefee ist die Gebühr, die von einer Golfanlage, für die Nutzung der Übungseinrichtungen wie Driving Range, Pitching Green und Putting-Green erhoben wird. Zusätzlich zu dieser Gebühr müssen Sie auf der Driving Range die Nutzungsgebühren für Golfbälle zahlen.